Photographie und BilderStart

Fotografie

Definition

Fotografie ist die Erzeugung von Bildern, bei dem mittels optischer Systeme ein Lichtbild auf ein lichtempfindliches Medium projiziert, und dieses eine persistente Speicherung erlaubt.

Technik

Ein Gerät das solche Bilder erzeugen kann, heißt Kamera, und besteht typischerweise aus drei wesentlichen Elementen: dem „Sensor“, dem Verschluss und der Linse. Wobei es prinzipiell unerheblich ist, ob es sich um einen elektronischen Bildsensor oder einen „chemischen“ der eine lichtempfindliche Fotoemulsion nutzt, handelt.
Diese Sensoren können das von Objekten der realen Welt reflektierte oder emittierte Licht bzw. allgemeiner, elektromagnetischen Strahlung (Infrarotfotographie, Elektronenmikroskope, etc.,) „auffangen“.
Die Linse, oder das Objektiv (aus mehreren Linsen bestehend) dient im Wesentlichen dazu, die verhältnismäßig große „Außenwelt“ auf den viel kleineren Sensor, möglichst verzerrungsfrei, zu projizieren.

Geschichte

Die „Erfindung“ der Fotographie beginnt Anfang der 19. Jahrhunderts, als zum einem entdeckt wurde, dass Silbersalze lichtempfindlich reagieren und zum anderen das schon lange bekannte Prinzip der camera obscura wiederentdeckt wurde.
Nach Vorarbeiten von Nicéphore Niépce, Louis Daguerre und William Henry Fox Talbot (Kalotypie) entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts die „Plattenkameras“, die man aus amerikanischen Western kennt, und gegen Ende brachte Kodak eine Boxkamera mit Rollfilm auf den Markt.
Die erste Leica I (1927) nutzte als erste Kamera einen 35 mm Film in einer Kartusche und einem Bildformat von 24 mm × 36 mm (Kleinbildformat, heute Vollformat genannt). Das Format war der frühen Kinofilm-Produktion entliehen, hierzu musste nur die Perforierung an der Längsseite angebracht werden.

Kunst

Der Kunstcharakter der Fotografie war lange Zeit umstritten. Auch der Fotograf Henri Cartier-Bresson, selber als Maler ausgebildet, sah die Fotografie nicht als Kunstform, sondern als Handwerk:
„Die Fotografie ist ein Handwerk. Viele wollen daraus eine Kunst machen, aber wir sind einfach Handwerker, die ihre Arbeit gut machen müssen.“
Gleichzeitig wurden gerade Cartier-Bressons Fotografien sehr früh in Museen und Kunstausstellungen gezeigt, so z. B. in der MoMa-Retrospektive (1947) und der Louvre-Ausstellung (1955).

Heute ist Fotografie als vollwertige Kunstform akzeptiert: Zahlreiche Gebiete haben sich entwickelt, so die Landschafts-, Akt-, Industrie-, Theaterfotografie u. a. m., die innerhalb der Fotografie eigene Wirkungsfelder entfaltet haben.

Die Fotografie wird in zahlreichen Einzeltheorien diskutiert, eine einheitliche und umfassende "Theorie der Fotografie" fehlt aber bisher.